SANSEVERIA - BOGENHANF

Die Sansevieria Pflege ist einfach. Sansevieria sind besonders für Anfänger eine gute Wahl, denn die Pflanzen gelten als tolerant gegenüber kleineren Pflegefehlern.

Familie: Spargelgewächse (Asparagaceae)
Gattung: Bogenhanf
Wissenschaftl. Name: Sansevieria Thunb.
Unter Glas (in Wohnungen) gepflegte Art/en, Sorten oder Varietäten: Sansevieria trifasciata, S. trifasciata "Laurentii", S. trifasciata "Craigii", S. trifasciata "Hahnii"
Deutscher Name / Handelsname: Grüner Bogenhanf, Grüne Schwiegermutterzunge, Hahn`s Bogenhanf, Hahn`s gelbgestreifter Bogenhanf, Schwiegermutterzunge
Synonyme: Sansevieria guineensis, Sansevieria laurentii
Wuchshöhe unter Glas (Wohnung): 10 bis 100 cm, Zwergform oder hochwachsend.

Verwendung: Blattschmuckpflanze
Heimat / Herkunft: Nigeria, Westafrika, tropisches Westafrika
Schwierigkeit: pflegeleicht, für Anfänger gut geeignet

ARTEN & PFLEGE DER SANSEVIERIA

Die Sansevieria ist eine lichtliebende Pflanze. Sie sollte an einem hellen Standort mit viel Sonne gepflegt werden. Obwohl die Pflanze auch mit schattigeren Plätzen zurechtkommt, zeigt sie dort nur ein spärliches Wachstum.

Wenn eine Sansevieria für einige Zeit an einem sonnenärmeren Standort gepflegt wurde, sollte man beim Umstellen der Pflanze darauf achten, sie nicht direkt in die pralle Sonne zu stellen. Die Sansevieria muss langsam an das Sonnenlicht gewöhnt werden, ansonsten kommt es zu Verbrennungen an den Blättern.

Die Beleuchtungsstärke am Standort der Sansevieria sollte mindestens 800 bis 1000 Lux betragen.

Sansevieria Gießen / Wässern
Während der Wachstumsperiode von März bis November wässert man die Sansevieria mäßig. Während der lichtärmeren Periode von November bis März werden die Pflanzen dann sparsam gegossen.

MÄSSIGES GIESSEN VON MÄRZ BIS NOVEMBER
Vor dem Gießen lässt man die oberste Schicht des Substrats, bis in eine Tiefe von ca. 2 cm antrocknen. Die Fingerprobe funktioniert gut. Wenn sich die oberste Schicht des Substrats gut trocken anfühlt, wird gegossen. Im Inneren des Topfballens bleibt eine leichte, gleichmäßige Feuchtigkeit bestehen, das Substrat darf nicht durchtrocknen.
Beim Gießen gibt man soviel Wasser, dass der Ballen gleichmäßig feucht aber nicht mit Wasser gesättigt ist.
Sobald die ersten Tropfen Wasser aus dem Abzugsloch laufen gießt man nicht mehr weiter. Überschüssiges Wasser wird nach ca. 20 Minuten abgeschüttet.
Wer die Pflanze von unten bewässern möchte, gibt ein wenig Wasser in den Untersetzer und wartet bis alles aufgesogen wurde. Dies widerholt man je nach Topfgröße mehrmals. Es sollte kein Wasser in dem Untertopf stehenbleiben.

SPARSAMES GIESSEN VON NOVEMBER BIS MÄRZ
Vor dem Gießen lässt man das Substrat zu ca. 2/3 abtrocknen und feuchtet es danach nur leicht an.
Für die Wassergabe schüttet man etwas Wasser auf die Oberfläche des Topfballens und wartet bis dieses aufgesogen wurde.
Mit einem Feuchtigkeitsmesser oder einem Holzstab prüft man wie weit das Wasser eingedrungen ist. Findet man noch trockene Stellen in der Erde, so widerholt man den Vorgang nochmals. Beim sparsamen Gießen darf das Substrat nicht zu feucht werden. Wenn Wasser aus dem Abzugsloch fließt, so hat man bereits zu viel gegossen.
Die Fingerprobe funktioniert hier nicht mehr. Mit genügend Erfahrung kann man beim Hochheben des Pflanzgefäßes den Feuchtigkeitsgehalt des Substrats relativ gut einschätzen. Bei großen Pflanzgefäßen oder Pflanzkübeln benötigt man ein jedoch ein Feuchtigkeitsmessgerät, ansonsten kommt es schnell zu Fehleinschätzungen, die zur Ballentrockenheit oder zur Vernässung des Substrats führen können.

Hinweise zum Gießen: Besonders bei den rosettenbildenden Sansevieria Arten ist darauf zu achten, dass sich kein Wasser in der Mitte der Pflanze ansammelt und dort Fäulnis verursacht.

Zu häufiges oder zu starkes Wässern führt zu Fäulnis am Wurzelhals, und die schweren Blätter der hochwachsenden Arten fallen um.

Es ist ratsam zimmerwarmes, enthärtetes Leitungswasser oder Regenwasser zum Gießen zu verwenden. Kalk oder zu kaltes Gießwasser schädigt die Pflanzen. Jede Region hat eine unterschiedliche Wasserhärte. Es gibt Gegenden mit sehr weichem, kalkarmem oder auch sehr hartem Leitungswasser. Falls man die Wasserhärte nicht kennt, kann man die Wasserhärte beim regionalen Versorger erfragen. Falls man keine Möglichkeit hat Regenwasser zu sammeln und das Leitungswasser ungeeignet ist, kann man zur Enthärtung des Gießwassers einen Ionenaustauscher  verwenden.

Als Sukkulente verträgt die Sansevieria eine niedrige Luftfeuchte. Trockenwarme Luft wird gut, kühle und nasse Luft wird schlecht vertragen.

Sansevieria überwintern / Ruheperiode
Die Sansevieria legt keine Ruheperiode ein und wächst das ganze Jahr über. Aufgrund des geringeren Lichtangebotes während der Wintermonate und den kürzeren Tagen, verlangsamt sich das Wachstum der Pflanzen jedoch.

Aufenthalt im Sommer
Die Sansevieria kann während der warmen Jahreszeit an einem, hellen bis vollsonnigen Standort im Freien gepflegt werden.

Pflanzen die in geschlossenen Räumen überwintert werden, dürfen zu Beginn der warmen Jahreszeit nicht sofort dem vollen Sonnenlicht unter freiem Himmel ausgesetzt werden. Die harte UV Strahlung kann die Blätter der Sansevieria verbrennen. Eine solche Verbrennung ist an braunen, unregelmäßigen Flecken auf den Blättern zu erkennen. Um die Pflanze an das Sonnenlicht zu gewöhnen, stellt man sie 1 bis 2 Wochen an einen schattigen bis halbschattigen Platz. Etwas Sonne in den Morgen- oder Abendstunden ist in dieser Zeit ausreichend. Nach dieser Eingewöhnungsphase kann man die Pflanze an ihren endgültigen, sonnigeren Standort stellen.

Temperatur
Sansevieria stammt aus den warmen, tropischen Gebieten, die Temperatu-ren sollten zwischen 18 und 29°C liegen. Ab etwa 12 °C können die Pflanzen durch die niedrigen Temperaturen geschädigt werden.

Die angegebenen Temperaturen sollte man nicht schnell und/oder über einen längeren Zeitraum über- oder unterschreiten. Extreme Temperaturen und Temperaturschwankungen führen zu Hitze- oder Kältestress. Sind die Temperaturen über das zuträgliche Maß hinausgestiegen, äußert sich dies durch gelbe und verwelkte Blätter. Bei zu kalter Pflege oder nach einem kräftigem Kälteschock, z. B. durch übermäßiges Lüften im Winter, werden die Blätter weicher, schlaff und manchmal durchsichtig.

Sansevieria vermehren
Die Sansevieria kann man gut durch die Teilung zu großer, dicht zusammengewachsener Pflanzen vermehren.. Dazu wird die Pflanze ausgetopft und der ganze Wurzelballen wird vorsichtig von oben mit einem scharfen, desinfiziertem Messer zerteilt. Eine Teilpflanze sollte immer aus einigen Blättern, möglichst in Form einer Blattrosette, und den dazugehörigen Wurzeln bestehen. Die so geteilten Pflanzen können dann direkt in die für Sansevierien geeignete Erde gepflanzt werden. Falls an einer Teilpflanze nur wenige und spärlich ausgebildete Wurzeln vorhanden sind, kann man solche Teilstücke auch in ein Gemisch aus Torf und Sand pflanzen. Wenn sich dann nach einigen Monaten kräftige Wurzeln gebildet haben, kann die Sansevieria in normale Erde verpflanzt werden.

Vermehrung mit Blattstecklingen
Alternativ lässt sich die Sansevieria auch durch Blattstecklinge vermehren. Dabei zerschneidet man die Blätter quer in etwa 5 cm lange Stücke.  Man steckt die Blattstücke etwa 1 cm tief in ein gut angefeuchtetes Gemisch aus Torf und Sand. Beim einbringen der Blattstücke ist unbedingt auf die ursprüngliche Wuchsrichtung zu achten, ansonsten Wurzeln die Teilstücke nicht an. Nach einiger Zeit bilden sich dann Wurzeln, und an der Basis entstehen nun auch neue Vegetationspunkte, aus denen sich junge Blätter entwickeln. Die Methode der Vermehrung durch Blattstecklinge ist jedoch sehr langwierig. Ein weiterer Nachteil liegt darin, das die gelb geränderten Sorten von Sansevieria trifasciata die hübsche Blaufärbung nicht vererben.

Vermehrung mit Seitensprossen
Wenn die Mutterpflanze Seitensprosse (Kindel) gebildet hat, kann man diese vorsichtig von einer Mutterpflanze abtrennen und in einen Topf einzupflanzen. Falls der Seitentrieb bereits Wurzeln hat, wird er direkt in das empfohlene Erdgemisch eingetopft. Ableger ohne müssen erst in einem Sand / Torf Gemisch Wurzeln ausbilden.

Erde / Substrat
Ideal für die Pflege des Sansevieria ist ein humoses Substrat mit Landerdeanteil (Ackererde mit Tonanteil) und einem Boden pH-Wert von 6,0 bis 7,0.

Blumenerde kaufen: Sansevieria gedeihen auch in handelsüblicher Blumenerde auf Kompostbasis. Der pH-Wert ist auf der Verpackung angegeben und sollte innerhalb der tolerierten Werte von 6,0 bis 6,8 liegen. Bei falschem pH-Wert des Substrats wird sich eine Sansevieria nicht gesund entwickeln können. Die einfachen Blumenerden aus dem Baumarkt, Gartencenter oder der Gärtnerei sind jedoch nur bedingt empfehlenswert, da einige Anforderungen an Pufferkraft, Wasser- und Nährstoffregulierung, etc. nicht gewährleistet sind.

Substrat selber mischen: Eine Sansevieria pflanzt man in ein Humussubstrat mit einem Zusatz von Landerde. Zusätzlich verwendet man Fremdstoffe wie Quarzsand und Perlite. Die Herstellung ist nicht schwierig. Als Belohnung erhält man eine dauerhaft gesunde und wüchsige, gegenüber Krankheiten und Schädlingen gut resistente Pflanze, vorausgesetzt die restlichen Pflegeanforderungen an Licht, Wasser, Temperatur und Nährstoffe werden ebenfalls erfüllt.

SUBSTRATMISCHUNG FÜR DIE SANSEVIERIA
3 bis 5 Anteile Humussubstrat = herkömmliche Blumenerde
1,5 bis 2 Anteile Ackererde mit Tonanteil
1 Anteil Quarzsand
Der Boden pH-Wert von 6,0 bis 7,0 wird mit der Zugabe von mehr oder weniger Landerde eingestellt. Wichtig dafür ist das Mischungsverhältnis von Landerde zu saurem Torf oder Humussubstrat (Verpackungsaufdruck pH-Wert beachten). Alles muss gut miteinander vermischt werden. Mit einem pH-Meter oder mit Indikatorstreifen kann man den pH-Wert der fertigen Mischung ermitteln und gegebenenfalls korrigieren.

Sansevieria umtopfen
Die Sansevieria braucht nur selten umgetopft werden. Die Pflanze gedeiht besser wenn die Wurzeln etwas eingeengt sind. Man kann die Pflanze deshalb mehrere Jahre lang im gleichen Pflanzgefäß lassen. Nach einiger Zeit erscheinen fleischige, meist cremefarbene Wurzeln an der Oberfläche des Substrates. Man topft die Sansevieria aber trotzdem erst um, wenn die Wurzeln der Pflanze ihren Topf schon fast sprengen.

Bei den hoch aufrecht wachsenden Arten sollte dann umgetopft werden, wenn die Blätter nahezu die ganze Topffläche beanspruchen. Die beste Zeit zum umtopfen einer Sansevieria ist das Frühjahr.

Man topft die Sansevieria um, wenn

der Topf im Verhältnis zur Pflanze zu klein geworden ist
das Substrat zusammengesackt ist
wenn reichlich Wurzeln an die Oberfläche treten
Düngen / Nährstoffbedarf
Sansevierien dürfen nicht oft gedüngt werden. Man gibt den Pflanzen nur während der Hauptwachstumszeit einmal in 8 bis 10 Wochen einen Flüssigdünger in mittlerer bis geringer Konzentration.

Schädlinge, Pflegefehler & Hinweise
Leider findet auch der Dickmaulrüssler die Sansevieria recht schmackhaft, die typischen Fraßspuren des Dickmaulrüsslers sind jedoch leicht an den Blättern der Pflanzen zu erkennen, er kann große Stücke aus den Rändern der Blätter fressen. Die Larven des Dickmaulrüsslers sind schwerer zu entdecken, oft bemerkt man sie nur wenn die Pflanze bereits stark geschädigt ist, oder wenn sich die Käfer entwickeln und die Fraßspuren sichtbar werden.

Sansevieria ist anfällig für Schildläuse. Diese erkennt man leicht an den hoch gewölbten, festen Rückenschildern. Da die Schildläuse aufgrund ihrer Färbung jedoch gut getarnt sind, werden sie schnell übersehen. Man sollte seine Sansevieria deshalb regelmäßig und sorgfältig untersuchen.

Bei zu tiefen Temperaturen oder zu viel Nässe kommt es schnell zu Wurzel- und Stammfäule.

Gästebuch

Kommentare: 0
Inhalte von Google Maps werden aufgrund deiner aktuellen Cookie-Einstellungen nicht angezeigt. Klicke auf die Cookie-Richtlinie (Funktionell), um den Cookie-Richtlinien von Google Maps zuzustimmen und den Inhalt anzusehen. Mehr dazu erfährst du in der Google Maps Datenschutzerklärung.